Lernerfolg steigern – Aussagen der Hattie Studie anschaulich dargestellt #opco11

Kürzlich wurde im OpenCourse das Werkzeug Glogster vorgestellt, mit dem sich interaktive Poster erstellen lassen. Grund genug hier einmal als Nachlese zur Moodle Moot 2011 in Elmshorn auf die Keynote von Max Woodtli hinzuweisen, die sich mit den Ergebnissen der Hattie Studie “Visible learning: a synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement” beschäftigt. Über das rote Glogster Feld kann das Poster in den Vollbildmodus geschaltet werden.

Die Hattie Studie liefert wichtige Befunde, wie sich der Lernerfolg signifikant über das Niveau von informellem Lernen steigern lässt. Die folgende Auflistung nennt einige dieser Aspekte in der Reihenfolge der Wirksamkeit:

  • Lehrkraft hat Zuversicht, dass ihre Schüler die gesetzten Ziele erreichen
  • Interaktive Videomethode in der ein Lernender ein Video produziert z. B. zu einem Thema, das ihm erklärt wurde
  • Aufgreifen von bereits erstellten Projekten (worked examples) und deren Fortentwicklung
  • Metakognitive Strategien werden eingesetzt, die den Lernprozess reflektieren und zu ständigen Anpassungen führen
  • Pflege der Schüler-Lehrer Beziehung
  • Reziprokes Lernen und Lehren, bei dem Schüler z. B. selbst Lernangebote erstellen
  • Mit formativer Evaluation klären, wo eine Lerngruppe steht

Diese Punkte entscheiden über den Lernerfolg von Lernangeboten, z. B. über die Lernwirksamkeit des OpenCourse.

 

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Zukunft des Lernens – Was kann ich heute tun und wer hilft mir dabei? #opco11

Bildung im Umbruch Warnschild

Achtung! Bildung befindet sich im Umbruch.

Im OpenCourse – Zukunft des Lernens steht in dieser Woche das Thema “Nicht ohne meine Community! Social & Networked Learning” auf der Agenda, nachdem wir uns zum Auftakt gefragt haben “Warum sich etwas verändern muss. Lern- und Bildungsvisionen“.

In diesem Beitrag möchte ich die beiden Wochenthemen aufgreifen und aus der Sicht eines Lehrers fragen, was kann ich heute schon tun und wer hilft mir dabei?

Was kann ich heute tun?

Die Fragestellung der ersten Woche stellt bereits klar, dass Änderungen im Bildungssystem unumgänglich sind. Als Mitarbeiter in diesem Bildungssystem an einer Berufsschule ist mir daran gelegen, Schule in Zeiten des Umbruchs weiterzuentwickeln und so fit für die Zukunft zu machen. Ich halte es für einen ersten Schritt, sich selbst zur Zukunft des Lernens zu verorten und z. B. die folgenden Fragen zu beantworten. Wenn die Antwort auf eine Frage ja lautet, so ist zu erläutern, wie die Umsetzung erfolgt und woran erkennbar ist, dass das Ziel erreicht ist bzw. eine Verbesserung in diese Richtung erzielt wurde.

  • Möchte ich, dass ein Schüler selbst entscheidet (beraten durch eine Lehrkraft), welche Kompetenzen er z. B. in dieser Woche erwerben möchte, wenn er am Montag in die Schule kommt?
  • Möchte ich, dass ein Schüler mit seiner persönlichen Lerngeschwindigkeit lernt?
  • Möchte ich erfassen, welche Kompetenzen ein Schüler mitbringt?
  • Möchte ich visualisieren, welchen Lernzuwachs ein Schüler hat?
  • Möchte ich erreichen, dass ein Schüler stolz auf seine Lernprodukte ist?
  • Möchte ich einräumen, dass ein Schüler entscheiden kann, von welchem Lehrer er unterrichtet wird?

All diese Fragen sind sehr eng mit dem Menschenbild verknüpft, dass ich als Lehrer von meinen Schülern habe. Die Fragen denken Unterricht vom Schüler her und formulieren, was für ihn aus Sicht eines Lehrers wünschenswert ist. Ich beantworte für mich alle diese Fragen mit ja und versuche in meiner Arbeit, Raum hierfür zu schaffen und den damit verbundenen Zielen gerecht zu werden. Mit dieser Haltung trete ich Schülern gegenüber, um mit ihnen über Lernen zu sprechen.

Wer hilft mir dabei?

Als einzelner Lehrer kann ich allein auf mich gestellt bestimmt auf einige der zuvor genannten Ziele hinarbeiten. Deutliche Fortschritte lassen sich erreichen, wenn ich andere Lehrkräfte in meinem Team für diese Ziele gewinnen kann und vielleicht sogar im ganzen Lehrerteam einer Lerngruppe gemeinsam gesteckte Ziele verfolge. Daher beginnt für mich die Community vor allem im eigenen Lehrerteam. Als Lehrer unterstütze ich z. B. in einer Woche einen Schüler fachlich, der sich für eine Lerngelegenheit entschieden hat, die in meinen Fachbereich fällt und bringe mich als Lernbegleiter ein, wenn ein Schüler sich für eine Lernaufgabe bei einer anderen Lehrkraft entschieden hat.

Lernen muss jeder für sich. Bei aller Notwendigkeit für ein soziales Eingebettet sein, wird sich daran nichts ändern. In einer Klasse gleichen sich keine 2 Schüler. Jeder muss seinen individuellen Lernweg beschreiten können. Max Woodtli verglich auf der diesjährigen MoodleMoot in Elmshorn Lernen mit einer Reise, auf der die Route ständig neu berechnet wird.

Das Betreiben von Schulentwicklung aus der Unterrichtsentwicklung heraus geleitet von Zielen, die aus der Perspektive formuliert sind, was für einen Schüler wünschenswert ist, ist der Kompass, der uns in diesem Umbruch Orientierung gibt.

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OpenCourse 2011 – Edu Fiction – Ein Tag in der Schule der Zukunft ( #opco11 )

Der OpenCourse 2011 – Zukunft des Lernens startet in dieser Woche mit dem Thema “Warum sich etwas verändern muss. Lern- und Bildungsvisionen”. Grund genug für mich, ein neues Medium auszuprobieren – Audioboo.

Vielleicht lässt sich zum OpenCourse, der uns ja noch einige Wochen begleiten wird, ein Zugang finden, indem man einen Tag in der Schule der Zukunft beschreibt. Dieses neue Genre möchte ich Edu Fiction nennen. So sehr Fiction ist es aus meiner Sicht auch gar nicht, denn vieles könnte heute in der Bildung schon Wirklichkeit sein.

Listen!

Und hier habe ich auch schon Lehrgeld bezahlt, denn mein Audioboo bricht nach 5 Minuten ab. Daher hier noch einmal die gesamte Länge klassisch: Edu Fiction – Ein Tag in der Schule der Zukunft (volle Länge !!)

Später schreibe ich meinen Standpunkt zur Zukunft der Bildung gern auch noch einmal als Non Fiction auf.

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Massiv, offen und online lernen, das verspricht ein MOOC (Massive Open Online Course)

Das Internet hält einen unerschöpflichen Vorrat an Lerngelegenheiten bereit und ermöglicht es gleichzeitig Gleichgesinnten, sich zu vernetzen. Die Frage ist, mit welchen Strategien ein Lernender diesen Schatz heben kann. Im klassischen Bildungssystem standen einem Lernenden Bücher zum Selbststudium zur Verfügung oder er entschloss sich, eine Bildungseinrichtung aufzusuchen, die einen Bildungsgang oder Kurs zu einem Thema anbot, das für ihn von Bedeutung war. Ein MOOC (sprich [Muhk]) versucht dieses Konzept auf eine zeitgemäße Stufe zu heben, die die Möglichkeiten der neuen Medien mit einbezieht. So können sich die Lernenden unabhängig von Ort und Zeit über die begrenzende Enge eines Klassenzimmers hinaus in einem Onlinekurs zusammenfinden und einen gemeinsamen Lernprozess durchlaufen. Diese Anforderungen helfen den Lernenden, sich auf die Herausforderung des lebensbegleitenden Lernens vorzubereiten.

Die eingebettete Prezi fasst zusammen, was ein MOOC ist, wie er abläuft und wie man sich darin erfolgreich einbringt.

 

 

Im OpenCourse “Zukunft des Lernens”, der von der zentralen e-learning Einrichtung studium digitale der Uni Frankfurt durchgeführt wird, findet ein solcher MOOC vom 02.05-17.07.2011 statt. Auf Twitter kann dem OpenCourse über das Hastag #opco11 gefolgt werden.

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